Mar. 1st, 2017
Orientierung im Bücherdschungel / Februar
Mar. 1st, 2017 09:34 amDenis Scheck kommentiert die Top Ten Sachbuch
( Platz 10 - Platz 4 )
Platz 3 – Peter Wohlleben: "Das geheime Leben der Bäume"
In seinem Ausflug in den deutschen Wohlfühlort schlechthin vermittelt Peter Wohlleben spannendes Wissen. Seine Überlegungen zu nichtheimischen Arten und Invasoren im Ökosystem Wald illustriert er damit, dass auch die "vielgeliebten" Roten Waldameisen vielerorts zu Neubürgern im Wald wurden, weil die Nadelholzwirtschaft auf Fichten und Kiefern setzte.
Platz 2 – Roger Willemsen: "Wer wir waren"
In seiner letzten Rede denkt der vor einem Jahr gestorbene Roger Willemsen über die Zukunft von gestern und die rapide Verengung unseres Zukunfthorizonts nach. Das macht er klug und anregend. Sein früher Tod trifft umso schmerzlicher, als dieser nachgelassene Text wieder einmal zeigt, wozu Willemsen in der Lage war.
Platz 1 – Eckart von Hirschhausen: "Wunder wirken Wunder"
Der Kabarettist und Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen ist für viele Menschen ein Sympathieträger. Der Ton des neuen Buchs des studierten Mediziners ist durchweg anbiedernd und pseudo-vertraulich. "Jetzt gestehe ich Ihnen etwas", schreibt Hirschhausen etwa: "Als Student habe ich mich für Menschenversuche hergegeben. Ich habe meinen Körper an die Forschung verkauft. Immerhin nicht an die böse Pharmaindustrie, sondern für ein naturheilkundliches Präparat. Und auch nicht den ganzen Körper, sondern nur meinen linken Unterarm." Über annähernd 500 Seiten nervt diese forcierte Witzigkeits-Prosa wie eine niemals endende Karnevalssitzung der Hölle.
( Platz 10 - Platz 4 )
Platz 3 – Peter Wohlleben: "Das geheime Leben der Bäume"
In seinem Ausflug in den deutschen Wohlfühlort schlechthin vermittelt Peter Wohlleben spannendes Wissen. Seine Überlegungen zu nichtheimischen Arten und Invasoren im Ökosystem Wald illustriert er damit, dass auch die "vielgeliebten" Roten Waldameisen vielerorts zu Neubürgern im Wald wurden, weil die Nadelholzwirtschaft auf Fichten und Kiefern setzte.
Platz 2 – Roger Willemsen: "Wer wir waren"
In seiner letzten Rede denkt der vor einem Jahr gestorbene Roger Willemsen über die Zukunft von gestern und die rapide Verengung unseres Zukunfthorizonts nach. Das macht er klug und anregend. Sein früher Tod trifft umso schmerzlicher, als dieser nachgelassene Text wieder einmal zeigt, wozu Willemsen in der Lage war.
Platz 1 – Eckart von Hirschhausen: "Wunder wirken Wunder"
Der Kabarettist und Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen ist für viele Menschen ein Sympathieträger. Der Ton des neuen Buchs des studierten Mediziners ist durchweg anbiedernd und pseudo-vertraulich. "Jetzt gestehe ich Ihnen etwas", schreibt Hirschhausen etwa: "Als Student habe ich mich für Menschenversuche hergegeben. Ich habe meinen Körper an die Forschung verkauft. Immerhin nicht an die böse Pharmaindustrie, sondern für ein naturheilkundliches Präparat. Und auch nicht den ganzen Körper, sondern nur meinen linken Unterarm." Über annähernd 500 Seiten nervt diese forcierte Witzigkeits-Prosa wie eine niemals endende Karnevalssitzung der Hölle.
