Feb. 25th, 2017
Letzte Zeit gibt es viele Diskussionen über Pseudonym von Elena Ferrante. In der “Süddeutsche Zeitung“ habe ich neulich einen Artikel über die Motive, ein Pseudonym zu verwenden, gelesen.
Anbei meine kurze Zusammenfassung.
Elena Ferrante
schrieb den Bestseller "Meine geniale Freundin", der gerade auf Deutsch erschienen ist. Entschied sich 1992 für die Anonymität. Lebt in Neapel. Ist nicht nur das Buchereignis des Jahres, sondern war bis vor Kurzem auch das bestgehütetste Geheimnis des Literaturbetriebs.
Motiv: Hier meine Romane, aber lasst mich bitte in Ruhe!
Wirkliches Motiv: Der beste Marketing-Gag aus der Welt der Literatur seit Jahren: eine Frau, die eine Besteller-Tetralogie schreibt und sich nicht zeigen will.
Wirklicher Name: ??
Obwohl in der SZ der Name genannt ist, ich werde diesen Namen nicht erwähnen. Der erste Roman der Schriftstellerin erschien in 1992, "Meine geniale Freundin" ist das vierte Buch. Meiner Meinung nach man muss ihre Motive respektieren.
Emil Sinclair
schrieb 1917 "Demian. Die Geschichte einer Jugend", bis heute Pflichtlektüre für junge Chaoten in Lebenskrisen. Wurde erst drei Jahre später enttarnt.
Motiv: eigene Lebenskrise
Wirkliches Motiv: Wollte testen, ob die Idioten von Lesern merken, wie gut er schreiben kann.
Wirklicher Name: Hermann Hesse
( Pseudonym )
Nach dem Lesen des Artikels habe ich mich über die Auswahl von Beispielen gewundert – kein französischer Schriftsteller (ich habe sofort an Romain Gary und André Maurois gedacht) und kein russischer (das ist Politik, oder der Journalist ist ignorant).
Gründe für die Wahl eines Pseudonyms sind verschieden: von der Schutz vor Verfolgung in der Nazi-Zeit (wie bei Stefan Heym, oder Erich Kästner, der mehrere Pseudonyme verwendet um das Publikationsverbot zu umgehen) bis zu Verschönerung des Namens.
Ist das überhaupt wichtig zu wissen, wer unter einem Pseudonym schreibt?
Прочитала в “Süddeutsche Zeitung“ статью о писателях, пишущих под псевдонимами, и задумалась, так ли это необходимо выяснять настоящее имя, если писатель его сам не раскрывает.
Заметила, что некоторые современные писатели имеют несколько псевдонимов (надеюсь, они в них не запутаются) – Нина Георге пишет в разных жанрах под собственным именем и под разными псевдонимами.
У Григория Чхартишвили – три псевдонима (Борис Акунин, Анна Борисова и Анатолий Брусникин).
По моему, хорошая тема для философской монографии, или диссертации. Может быть, кому-нибудь пригодится.
Anbei meine kurze Zusammenfassung.
Elena Ferrante
schrieb den Bestseller "Meine geniale Freundin", der gerade auf Deutsch erschienen ist. Entschied sich 1992 für die Anonymität. Lebt in Neapel. Ist nicht nur das Buchereignis des Jahres, sondern war bis vor Kurzem auch das bestgehütetste Geheimnis des Literaturbetriebs.
Motiv: Hier meine Romane, aber lasst mich bitte in Ruhe!
Wirkliches Motiv: Der beste Marketing-Gag aus der Welt der Literatur seit Jahren: eine Frau, die eine Besteller-Tetralogie schreibt und sich nicht zeigen will.
Wirklicher Name: ??
Obwohl in der SZ der Name genannt ist, ich werde diesen Namen nicht erwähnen. Der erste Roman der Schriftstellerin erschien in 1992, "Meine geniale Freundin" ist das vierte Buch. Meiner Meinung nach man muss ihre Motive respektieren.
Emil Sinclair
schrieb 1917 "Demian. Die Geschichte einer Jugend", bis heute Pflichtlektüre für junge Chaoten in Lebenskrisen. Wurde erst drei Jahre später enttarnt.
Motiv: eigene Lebenskrise
Wirkliches Motiv: Wollte testen, ob die Idioten von Lesern merken, wie gut er schreiben kann.
Wirklicher Name: Hermann Hesse
( Pseudonym )
Nach dem Lesen des Artikels habe ich mich über die Auswahl von Beispielen gewundert – kein französischer Schriftsteller (ich habe sofort an Romain Gary und André Maurois gedacht) und kein russischer (das ist Politik, oder der Journalist ist ignorant).
Gründe für die Wahl eines Pseudonyms sind verschieden: von der Schutz vor Verfolgung in der Nazi-Zeit (wie bei Stefan Heym, oder Erich Kästner, der mehrere Pseudonyme verwendet um das Publikationsverbot zu umgehen) bis zu Verschönerung des Namens.
Ist das überhaupt wichtig zu wissen, wer unter einem Pseudonym schreibt?
Прочитала в “Süddeutsche Zeitung“ статью о писателях, пишущих под псевдонимами, и задумалась, так ли это необходимо выяснять настоящее имя, если писатель его сам не раскрывает.
Заметила, что некоторые современные писатели имеют несколько псевдонимов (надеюсь, они в них не запутаются) – Нина Георге пишет в разных жанрах под собственным именем и под разными псевдонимами.
У Григория Чхартишвили – три псевдонима (Борис Акунин, Анна Борисова и Анатолий Брусникин).
По моему, хорошая тема для философской монографии, или диссертации. Может быть, кому-нибудь пригодится.
