Денис Шек летом книги не читал, нет обзоров за июнь, июль и август.
September
В сентябрьском обзоре non-fiction заинтересовала только одна книга
Peter Wohlleben «Der lange Atem der Bäume»
Deutschlands Nationalförster erklärt gewohnt faktensatt den Zusammenhang zwischen Wald und Klimawandel an konkreten Beispielen: warum Rosskastanien in der Eifel plötzlich im September zu blühen beginnen, warum es in heißen Sommern in menschengemachte Kiefern-Monokulturen im Vergleich zu alten Laubwälder bis zu acht Grad Celsius wärmer ist oder weshalb sich die Ruhezeit für Pflanzen in den letzten Jahrzehnten um zwei Wochen verkürzt hat.
Oktober
Из октябрьского обзора художественной литературы записала в свой книжный Wishlist три книги:
Eva Menasse «Dunkelblum»
In einem burgenländischen Städtchen namens Dunkelblum wurden im Frühjahr 45 an die zweihundert jüdische Zwangsarbeiter massakriert. Die Einwohner halten über Jahrzehnte dicht, wer die Täter waren und wo die Toten verscharrt wurden. Eva Menasses Roman ist eine Meditation über die Mechanismen der Erinnerung, die Macht des Schweigens und die Wiederkehr des Verdrängten – vor allem aber ist "Dunkelblum" eine grandios inszenierte Sprachoper.
Sie alle teilen dunkle Geheimnisse, über die niemand spricht. Der Lebensmittelhändler, der Bürgermeister, die Gasthaus-Wirtin. Dumm nur, dass ein paar Studenten auf dem zugewucherten jüdischen Friedhof, die vergessene Geschichte des Dorfes freilegen.
Dunkelblum heißt der fiktive Ort, an dem Eva Menasse ihren neuen Roman angesiedelt hat. Ein Ort irgendwo im Niemandsland – noch gerade in Österreich, aber in Reichweite der ungarischen Grenze. Im Jahr 1989 kommen hier die ersten DDR-Flüchtlinge durch den Wald, und eine Gruppe junger Leute versucht, das Schicksal der jüdischen Bevölkerung während der Nazi-Zeit aufzuklären. Ereignisse, die das verkrustete Gefüge des Dorfes in Bewegung setzen. Plötzlich können die Dunkelblumer wieder in die Geschichte eingreifen. So wie 1945, als die Panzer der Sowjets anrückten.
Eine Scheune brennt, auf der Dorfwiese finden sie einen Toten und die Alten geraten in Unruhe, weil die Gräuel der Vergangenheit langsam wieder hervorbrechen. Eva Menasse wählt für ihren fesselnden, bisweilen auch bitter-komischen Roman die verschiedenen Perspektiven der Dorfbewohner - und eine mit Austriazismen gespickte Sprache. Bei Verständigungsproblemen hilft eine Übersetzungstabelle im Anhang.
Hervé Le Tellier «Die Anomalie»
Ein Flugzeug auf dem Weg von Paris nach New York landet im Abstand von 106 Tagen zweimal in USA: an Bord exakt dieselben Menschen. Ein Zeichen Gottes? Oder des Teufels? Reißt das dünne Gewebe unserer Wirklichkeit? Wie nun mit den Klonen umgehen? Wer ist mit wem verheiratet? Wer hat Zugriff aufs Konto? Selten stand ein intelligenteres Buch an der Spitze der deutschen Bestsellerliste. Vive la France, vive la litterature francaise, vive Hervé Le Tellier!
Carsten Henn «Der Buchspazierer»
Dieser zum Gruseln verkitschte Roman über einen Buchhändler, der für jeden armen Tropf den richtigen Schmöker parat hat, soll eine Reklame fürs Lesen sein, ist aber eher ein Grund, damit aufzuhören.
November
Мое мнение последнее время редко совпадает с книжными рекомендациями Дениса Шека.
В ноябрьском обзоре ничего не заинтересовало.
PS. Переведу содержание тем, кто заинтересовался и надеюсь отзывы в стиле не читал, но осуждаю не появятся.